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Was sind Quilts ?

Man kann sagen, dass ein Quilt eine alte Art von Recycling ist. Ursprünglich war die Technik im vorderen Orient bekannt und kam nach Europa.
Die Pionier-Frauen in Nordamerika mussten ihre Kleider und die ihrer Familien selber herstellen. Weil der Stoff aus Europa so teuer und wertvoll war, wollten sie auch die kleinsten Resten gebrauchen. So entstanden aus Kleiderresten und durchlöcherten und defekten Kleidern die rustikalen Quilts, die heute so rar sind.
Später, als Amerika grösser war und reiche Gesellschaftsschichten umfasste, waren die Crazy Quilts mit ihren wunderbaren Seiden- und Samtstoffen aktuell.
Die Damen von den Plantagen und grösseren Handelshäusern konnten ihre Nähkünste so zur Geltung bringen.
Wie entsteht ein Quilt?
Ein Quilt hat drei Lagen: ein Oberteil oder Top, das aufwendig und mit millimetergenau angeordneten kleinen Stücke im Patchwork Muster zusammengenäht ist
die Füllung und einen Unterteil.
Man nennt diese Decke "Quilt", weil man diese drei Lagen durch Steppen (="Quilten") zusammennäht. Dies verhindert, dass die Füllung verrutscht und gibt dem Quilt sein reliefartiges Muster.
Dadurch sind Quilts nicht nur warm, sondern auch sehr dekorativ. Die verschiedene Formen, Farben, Muster und Stoffe ergeben viele Ausdrucksmöglichkeiten.
"Quilts sind Decken als Bilder" - oder umgekehrt - "Bilder als Decken"! Quilts haben eine lange Tradition in den USA: Oftmals gab es Quilting-Bees, wo die Frauen zusammen kamen, um zu quilten (das dabei auch über anderes als Quilting gesprochen wird, versteht sich).
Es gibt Quilts, die sehr politisch oder auch religiös "gefärbt" sind, und andere, die sehr persönliche Aussagen machen.